Das Apartment ist improvisiert, aber mit Geschmack sehr originell eingerichtet, mit Anklägen an die 60er. Tür und Fenster gehen auf eine sehr schmale Gasse und einen kleinen Platz mit großem Baum hinaus, wo sich nur ab und zu Passanten hin verirren. Noch seltener schafft es ein Motorroller bis auf das Plätzchen, es ist also angenehm ruhig. Gleichzeitig liegen alle Restaurants (bei den besseren ist reservieren angesagt) des Dorfs in Fußnähe. Zum Ausladen kann man auf etwa 100m heranfahren, ansonsten gibt es kostenfreie Parkplätze in etwa 400m Entfernung. Die Küche ist knapp, aber mit allem Nötigen versehen, für das gemütliche Bett bittet man als Nordeuropäer besser um eine zweite " housse de couette", sonst muss man sich zu zweit unter einer 140-Decke vertragen ... ;-) Was einem nicht gesagt wurde, ist, dass die Besitzer erwarten, dass man seinen Müll und leere Flaschen bei der Abreise selbst zu dem etwa 200 Meter entfernten Sammelpatz bringen soll.
Das eigentliche Dorf liegt am Hang im Hinterland und ist mit seinen mittelalterlich verwinkelten Gassen und Treppen eine absolute Attraktion, was man auch an den zahlreichen Tagestouristen und dem Zuschnitt der Läden merkt. Hier findet man ausnahmslos Andenkenläden und muss so seine Einkäufe mit dem Auto heranschaffen. Der Rest der Gemeinde Bormes erstreckt sich als Streusiedlung Richtung Küste. Zum bilderbuchschönen Plage de l'Estagnol fährt man 20 Minuten. Leider kostet das Parken 10,-Euro pro Tag - und das Wasser ist deutlich kälter als z.B. im benachbarten Le Lavandou, wo man an einem breiten Stadtstrand auch im September gut schwimmen konnte.