Das Haus aus der Ferne ist nett, sobald man jedoch näher kommt, sieht man ein ungepflegtes und recht lieblos behandeltes Domizil. Vieles ist/war defekt (Trampolin, Treppenstufen, Besen, Geschirr etc.), die Matratzen sind in einem echt ekeligen und ausgelegenem Zustand, an der Decke hingen Spinnweben und tote Insekten. Die Möbel standen "irgendwie" im Haus, also so, wie die letzten Besucher es hinterlassen hatten. Lampenschirme sind defekt und irgendwie mit Klebeband „repariert“. Die Küche war sehr dreckig und speckig, ebenso wie die Duschen nur unzureichend geputzt waren. Die angepriesene Sitzecke ist mit alten verrotteten Holzspänen als Bodenbelag bedeckt, der durch den vielen Regen weg gespült ist - also alles sehr matschig und man schleppt den ganzen Dreck ständig in die Küche. Im Garten lagen Müll, Bierflaschen, Kronkorken, Spielmunition, Unrat und alte Weihnachtsbäume. Um das Haus in der Besuchszeit selber etwas sauberhalten zu können, hatte man einen schlecht saugenden Staubsauger, einen winzigen Wischmopp und alte verfilzte oder kaputte Besen. Wir haben den ersten Urlaubstag dafür genutzt, alles zu putzen und zu reinigen (von Küche, Bad, über Decken und Böden, sowie alle Zimmer). Für alle 10 Betten haben wir uns Matratzenschoner besorgt und nötiges Reinigungswerkzeug und -mittel selber gekauft. Den Garten haben wir weitestgehend beräumt, die Treppe repariert, d.h. eine verrottete Treppenstufen wieder angeschraubt und die gesamte Treppe mit extra Holzleisten verstärkt. Türklinken mußten festgezogen werden und waghalsige Stromkabelinstallationen mit mehreren Verteilerdosen entfernt werden. Mit 7 Kindern im Gepäck bricht man eine Urlaub nicht einfach ab. Leider wurde von der Hausbetreuerin die Verantwortung an die Besitzer geschoben, welche für uns nicht erreichbar waren. Sie empfand die beanstandeten Mängel aber auch nicht als so gravierend. Einzig einen (!) Matratzenschoner und ein paar Wischtücher mehr konnte sie mir geben. Dreck, Fett und tote Motten sind geblieben. Als die Sicherung in der Küche irgendwann rausgeflogen ist, hat sie mir das Versteck des Kellerschlüssels verraten und ich habe dann im Keller nach dem Verteilerkasten gesucht und die Sicherung bzw. den FI-Schalter wieder rein gemacht. Das nennt man dann wohl Hilfe zur Selbsthilfe. Wir hatten einen tollen Urlaub, aber das lag nicht an der Unterkunft. Die mußten wir uns erst richten, damit sie unsere Erholungszeit nicht weiter negativ beeinflußt. Die ersten Tage waren aber