Wir waren zwei Wochen Ende Juni Anfang Juli in Moliets et Maa. Dadurch war der Ort nicht so überlaufen und angenehm gefüllt. So auch die Anlage. Sie ist gepflegt, süß und optisch sehr ansprechend (im Gegensatz zu den anderen Anlagen in Moliets). Aber man muss wissen, dass die Häuser recht eng beieinander stehen und man daher draußen akustisch viel von anderen mitbekommt. Die letzten drei Tage zog eine Gruppe Abiturienten neben uns ein, die zwar gut erzogen, aber natürlich in Feierlaune waren. Da es sich um eine Golfanlage handelt, gibt es auch jeden Morgen die übliche motorbetriebene Rasenpflege. Das wussten und kannten wir aber schon im Vorhinein. Dafür genießt man einen tollen, unverbauten, autolosen und entspannten Blick ins wirklich Grüne, was in Moliets rar ist. Die Anlage ist die letzte vor dem Meer, was grandios ist. Mit den Rädern ist man - je nach Alter der Kinder - in fünf bis zehn Minuten am Haupt bzw. "Golf"strand. Letzterer war leerer (keine Restaurants, aber Toiletten), ist aber erst ab Juli bewacht.
Unser Häuschen war sehr nett und ansprechend eingerichtet und wir wurden von Sylvie sehr gut empfangen. Wir konnten sie anrufen, wenn wir Fragen hatten, müssen aber dazu sagen, dass wir französisch sprechen (also keine Erfahrungswerte wie es im Englischen klappen würde). Die Extras in dem Haus sind klasse. Da es zwei Räder gibt und wir eins mitgebracht haben, mussten wir nur noch ein Kinderfahrrad ausleihen (2 Wochen 60€. Es gibt Rabatt, wenn man in der Anlage wohnt). So kann man - bis auf eventuelle Ausflüge - die Zeit autofrei genießen.
Es gibt viele Spiele (auf französisch, aber vieles erklärt sich von selbst) ein gutes Sortiment an Buddelsachen, eine wunderbare Strandliege und Sonnenschirme.
Zur Zeit unseres Aufenthaltes war es sehr feucht. Wir wissen nicht, ob das für diese Zeit normal ist, aber normalerweise kennen wir das so von der Atlantikküste nicht. Es war Abends so klamm, dass wir drinnen die hübsche elektrische Kaminheizung anmachen mussten. Während der ersten Hitzewelle, die Moliets nicht wirklich erreicht hat (35°C), war es so feucht, dass der gesamte Fliesenboden nass und auch nicht zu trocknen war. Große Rutschgefahr. Vielleicht ist das aber auch das spezielle Klima einer Golfanlage im Süden. Nicht nur das Green wurde gesprengt, sondern auch jede Nacht Wiese, Bäume und Büsche. Der (etwas ältere) Pool war ein weiteres Highlight, wenn wir mal keine Lust auf den Strand hatten. Alles in allem trotzdem zu empfehlen.